Was ist CTCSS und wie funktioniert es?
Die Anwendung von CTCSS ist in Deutschland wenig bekannt und verbreitet. Doch das ist nicht überall so. In manchen Ländern geht ohne CTCSS gar nichts...
Besonders mobile und portable Funkstationen kennen das Problem: In Städten nehmen Störungen derart zu, dass die Rauschsperre permanent offen ist. CTCSS ist ein Signal, welches zusätzlich zur Sprache übertragen wird und dann den Empfänger öffnet, wenn wirklich ein Signal anliegt.
Unser CTCSS-Encoder ist in der Zeitschrift "Funkamateur" Ausgabe 03 / 2011 veröffentlicht
hier gelangen Sie zur Beschreibung unseres CTCSS-Encoders
Neu Jetzt auch mit 1750Hz Rufton.
Vorderseite
Bedeutung
- Continuous Tone Coded Subaudio Squelch
oder
- Continuous Tone Coded Squelch System
...heißt nichts anderes als "permanent ausgesendeter und niederfrequenter Ton. Mehr ist CTCSS nicht. Aber es ergeben sich daraus viele Möglichkeiten.
Anwendung
CTCSS erlaubt das gezielte Auswählen bestimmter Funkgeräte innerhalb eines ausgewählten Kanals. CTCSS wird z.B. in den USA, der Schweiz oder Griechenland auch zur Steuerung von Relaisstationen genutzt. Auch in Deutschland setzen immer mehr Relais auf CTCSS.
Funktion
 Ein (fast) unhörbares Signal wird beim Senden ständig mit ausgestrahlt (67 - 255Hz). Die Gegenstation kann diesen Ton auswerten, sofern auch mit CTCSS ausgerüstet und schaltet den Lautsprecher des Empfangsgerätes ein. Wird ein anderer oder gar kein CTCSS-Ton gesendet, so bleibt der Lautsprecher stumm. Geräte, die nicht über CTCSS verfügen, können zwar den Funkverkehr verfolgen, sich aber nicht "einklinken".
Synonyme für CTCSS
- Channel Guard (CG) - ist die Abkürzung von General Electric;
- Private Line (PL) - ist die Abkürzung von Motorola; der dazugehörige Ton ist der PL-Ton;
- Interference Eliminator Code - ist die Abkürzung von Motorola (2006);
- Quiet Channel (QC) - ist die Abkürzung der RCA (Radio Corporation of America);
- Entstörungscode
- Pilotton
Vorteil
Der Vorteil von CTCSS ist, dass der Funkempfänger während der Empfangsbereitschaft absolut still ist, was eine entspannte Atmosphäre für den Funkbetrieb schafft. Die störungsfreie Benutzung einer Frequenz von vielen Mitbenutzern mit unterschiedlicher CTCSS-Subtoneinstellung bezieht sich aber nur auf das Hören.
Nachteil
Bei CTCSS hört man nicht, wenn jemand anderes ohne CTCSS oder mit falscher CTCSS-Frequenz auf der Frequenz spricht. CTCSS-fähige Sprechfunkgeräte haben deshalb meist noch eine Anzeige, die leuchtet, wenn der Kanal gerade belegt ist. Wenn die CTCSS-Frequenzen von Sender und Empfänger verschieden sind, so ist kein Empfang möglich. In manchen Geräten wird ein extra Modul benötigt um CTCSS nutzen zu können.
Voraussetzung
Bei CTCSS muss man selbst und auch die Gegenstation mit CTCSS ausgerüstet sein. Sender und Empfänger müssen die gleiche CTCSS-Frequenz nutzen.
Geschichte
Diese Technik ist ebenso alt wie die Anwendung des 1750Hz-Tons. In der Anfangszeit war für die Entwickler die Decodierung eine enorme bis unmögliche Herausforderung. Die Frequenzabständen befinden sich im einstelligen Hz-Bereich. Knackpunkt ist eine saubere Detektion und Selektion der niederfrequenten CTCSS-Frequenzen. Durch moderne Spezial-ICs und intelligente Prozessoren und Programme wurde die Auswertung CTCSS zu einem Standard für die meisten aktuellen Funkgeräte.
Prognose zukünftiger Entwicklungen
Immer mehr Relaisfunkstellen und Betriebsfunkbetreiber setzen auf CTCSS. Denn allein in den Städten nehmen die Störungen derart zu, dass die Rauschsperre von Geräten permanent auf geht. Das ist lästig und stört nicht nur den Fahrgast von Taxen sondern auch alle, die mit mobiler oder portabler Funktechnik arbeiten. CTCSS ist eine bewährte Möglichkeit um diese Störungen auszublenden.
CTCSS-Frequenzen
Es gibt insgesamt 50 CTCSS-Frequenzen. Im Wesentlichen werden jedoch "nur" 38 Frequenzen nach der amerikanischen EIA-Norm verwendet.
| 67,0Hz | 71,9Hz
| 74,4Hz
| 77,0Hz
| 79,7Hz
| 82,5Hz
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| 85,4Hz | 88,5Hz
| 91,5Hz
| 94,8Hz
| 97,4Hz
| 100,0Hz
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| 103,5Hz | 107,2Hz
| 110,9Hz
| 114,8Hz
| 118,8Hz
| 123,0Hz
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| 127,3Hz | 131,8Hz
| 136,5Hz
| 141,3Hz
| 146,2Hz
| 151,4Hz
|
156,7Hz
| 162,2Hz
| 167,9Hz
| 173,8Hz
| 179,9Hz
| 186,2Hz
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| 192,8Hz | 203,5Hz
| 210,7Hz
| 218,1Hz
| 225,7Hz
| 233,6Hz
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| 241,8Hz | 250,3Hz
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Die oberen CTCSS-Frequenzen werden bei guten Lautsprechern durch ein Summen oder Brummen hörbar.
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